Peter Gabriel - Scratch My Back
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1. Februar 2010

Scratch My Back Review: The Boy In The Bubble

Peter Gabriel Scratch My BackDer zweite Teil der Review-Reihe zu Scratch My Back beschäftigt sich mit The Boy In The Bubble, dessen Original 1986 von Paul Simon auf dessen Album Graceland erschienen ist.

War der Eröffnungstrack schon gezügelt, fährt Peter jetzt noch weiter zurück. Er hat über Boy in the Bubble gesagt, dass er besonders den Text eindrucksvoll findet. Folgerichtig wurde das Stück von allem musikalischen Umwerk befreit und ganz auf die Gesangstimme konzentriert.

Nur von schlichtester Klavierbegleitung unterstützt, singt Gabriel die ersten bedrohlichen Zeilen. Es fühlt sich an, wie eine hilflose Betrachtung in Zeitlupe. Etwas ähnliches sagen später auch die Worte. Nach der ersten Strophe schiebt sich kurz ein einzelner Celloton dazu. Später folgen andere Klänge in die Leere hinein, die aber trotzdem immer fühlbar bleibt.

In der Mitte gibt es ein kurzes Cello/Bassklarinetten-Zwischenspiel, das Belebung versucht. Eine tiefe Basslinie folgt Peter über den Mittelteil, hebt etwas die Intensität während den Betrachtungen, dass jede Generation eine Pop-Helden die Charts hinaufwirft.

Diese Konzentration bleibt durch vermehrte Streichereinwürfe über die letzte Strophe hinweg leicht angezogen. Sie legen die Bedeutung, auch durch den beinahe unmerklichen Tonartwechsel, nochmals auf die “Tage voll Wunder und Staunen” über die das “Baby” nicht weinen soll. Gegen Ende erklingt wieder die Cello/Bassklarinetten-Phrase, die aber nun das Lied sachte ausleitet.

Über den ganzen Song hinweg, bleibt die Stimmung nachdenklich und philosophisch. Die Interpretation setzt keine deutlichen Akzente, stellt keine Meinung unumstößlich in den Raum, sondern fordert zur Selbstbeteiligung auf.

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5 Kommentare

  • 1

    cimber

    Ich habe persönlich die “SmB”-album-version (noch) nicht vollständig gehört, dafür aber die komplette live-version vom WOMAD-Festival 2009 : Diese Version ist sehr stark – Gabriel`s Gesang steht im Vordergrund, sehr dezent spielen die Streicher, die im Hintergrund zwischen den Strophen zu hören sind. Gabriel`s Version ist in der Tat dunkel – beim Zuhören werden automatisch Schwarz-Weiß-Film-Sequenzen im Gehirn erzeugt. Melancholie und Trauer schwebt förmlich in der Luft – der Song ist eine wahre Perle.

    1. Februar 2010, 20:18 Uhr
  • 2

    Thomas

    @cimber
    Nachdem ich mich zu Beginn ein wenig schwer mit dem Song tat, empfinde ich es mittlerweile ziemlich ähnlich wie du.

    @Ute
    Das gehört wohl mehr zum HEROES-Artikel, oder? ;-)

    7. Februar 2010, 20:37 Uhr
  • 3

    Ute

    Ja, Thomas, meine Schussligkeit kennt keine Grenzen. Ich habe über die Mail-Adresse der Kontaktseite schon Marc darum gebeten, den Beitrag zu löschen oder zu verschieben. Beim Löschen, würde ich ihn dann nochmal an der richtigen Stelle reinsetzen.

    Und sorry Nr. 2, dass ich hier gerade die Kommentarseite zumülle.

    8. Februar 2010, 16:28 Uhr
  • 4

    Marcel

    Ich hab Utes Kommentar mal in den richtigen Artikel verschoben ;)

    9. Februar 2010, 15:38 Uhr
  • 5

    bbqmaster

    Heute lief der Song auf WDR 2 in einem kurzen Special zum Album. Einfach nur stark, die Atmosphäre!

    11. Februar 2010, 23:58 Uhr

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